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Blitzlicht 6 aus der Forschungswerkstatt: Unbekannt, unterschätzt, ausgestoßen – Neuer Fund zum Schicksal der Montessori-Pädagogin Elsa Ochs

Unbekannt, unterschätzt, verstoßen: Elsa Ochs löst sich aus dem Schatten von Clara Grunwald

Neuer Fund zum Schicksal der Montessori-Pädagogin Elsa Ochs

Ein Tag im Sommer 1933, Mittagszeit, im Montessori-Kinderhaus Berlin-Steglitz wird die jüdische Leiterin Anni Leiser verhaftet. Sie war schon in den Jahren vor 1933 durch ihr Engagement in kommunistischen Gruppen ins Visier der Preußischen Geheimpolizei geraten und bereits einmal nur knapp der Verhaftung entgangen, weil sie sich geistesgegenwärtig rechtzeitig im Wandschrank verstecken konnte und von ihrer Mitbewohnerin Elsa glaubwürdig verleugnet wurde. Diesmal gab es kein Entrinnen für Anni, die gemeinsam mit ihren engen Freundinnen Elsa Ochs und Hertha Schulz, das Kinderhaus in Steglitz am 1. Oktober 1932 eröffnet hatte. Das Haus wurde von den drei unzertrennlichen Freundinnen gleichzeitig als Wohnung, Kindergarten und für einzelne Kinder auch als Kinderheim genutzt. Das Kinderhaus florierte, die Kinder erzielten legendäre Lernfortschritte, die drei Pädagoginnen waren glücklich.

„Aber das Glück sollte nicht lange dauern. Die Naziherrschaft begann. Immer mehr junge Leute gingen mit forschen Schritten und einer Uniformmütze und dem Gruß der Nazis einher“,

so lesen wir in einem 99seitigen maschinenschriftlichen Manuskript mit dem Titel „Das Dreimäderlhaus“.

„Hertha erkannte zuerst die Gefahr durch Annis Anwesenheit und ihre Verbindung zu den Kommunisten, die noch täglich im Hause aus- und eingingen und Propagandaliteratur im Keller aufbewahrten. Eines Tages, als Kinder und Erwachsene beim Mittagessen saßen, klopfte es laut an der Haustür. […] Laut und autoritativ wiederholte sich das Klopfen. Sie erblassten alle, Anni floh in den Oberstock, und als Elsa herzklopfend öffnete, standen wirklich zwei Nazileute in Uniform vor der Tür und verlangten gebieterisch, Anni zu sprechen. Elsa hatte gar keine Zeit zu verneinen, schon wurde sie zur Seite geschoben und die beiden Männer traten unaufgefordert ein und riefen nach Anni. Diese erschien dann auch nach einer Weile auf der Treppe, und sie befahlen ihr, sich fertig zu machen, mitzugehen, da sie einen Verhaftungsbefehl für sie hätten.“ (S. 40f.)

Das Manuskript "Das Dreimäderlhaus"

Das Manuskript, dem diese Passagen entstammen, war in der historischen Forschung zur Montessori-Bewegung bislang unbekannt. Unter dem Namen Elsa M. Oaks, der amerikanisierten Form des Namens Ochs, fanden wir es unter den digitalisierten Dokumenten im Archiv des Leo Baeck Institute, New York, aufgeschrieben offenbar 1974. – Auf Leisers Verhaftung im Sommer 1933 folgte eine mehrmonatige Gefangenschaft in Gefängnissen und Konzentrationslagern. Anschließend war für die drei schnell klar, dass sie in Nazi-Deutschland in höchster Gefahr schwebten, und sie organisierten ihre gemeinsame Emigration – zuerst in die Schweiz, dann nach Italien, schließlich in die USA. Insgesamt stellt dieser 50 Jahre umfassende Lebensbericht für die Rekonstruktion der Geschichte der Montessori-Bewegung einen Glückfall dar, denn er wirft auf manch bekannte Person und Konstellation noch einmal ein ganz neues Licht. Zu allererst auf Maria Montessori selbst, aber auch zu Clara Grunwald und Dr. Herbert Axster finden sich bemerkenswerte Begebenheiten. 

1920 Berlin GER Elsa Ochs AMI Archive erhalten von Joke am 9.2.2026jpg

Und vor allem zur Rolle von Elsa Ochs, deren Name bisher eher am Rande in der Montessori-Historie auftauchte, etwa als Mitstreiterin von Clara Grunwald in den 1920er Jahren oder im Zusammenhang mit dem einen oder anderen Montessori-Kinderhaus in Berlin.

Darüber hinaus stellt das Manuskript ein authentisches Dokument des Lebens und Überlebens von drei Pädagoginnen dar, die in vier Ländern mehr oder weniger improvisierte Kinderhäuser nach der Methode Montessoris betrieben, und es verstanden, trotz Emigration immer wieder neu anzufangen, neue Häuser anzumieten oder zu kaufen und allen Widrigkeiten der Umstände zu trotzen.

Immer wieder finden sie helfende Hände oder finanziell potente Unterstützer, immer wieder füllt sich ihr „Kinderhaus“ mit Kindern. Die Einrichtung, also kindgerechte Möbel und Montessori-Materialien, lassen sie im Möbelwagen oder im Überseecontainer von Land zu Land und dann sogar bis in die USA transportieren. – Die Geschichte der drei Freundinnen wird nicht von Elsa als Ich-Erzählerin berichtet, sondern als Elsa in der dritten Person, deren Erlebnisse und Gemütszustände gleichsam gleichberechtigt neben denen von Anni und Hertha beschrieben werden.

Die Erstbegegnung Montessori und Ochs 1914

Circa 1891 von deutschen Eltern in Mailand geboren, beginnt Elsas Montessori-Begeisterung 1914, als sie dort eher zufällig an einem Ausbildungskurs teilnimmt, in dem die Dottoressa selbst auftritt:

„Als dann Dr. Montessori auf der Bildfläche erschien und ihre ersten Vorträge hielt, wuchs Elsas Begeisterung ins Unendliche. Täglich kam sie wie elektrisiert nach Hause und konnte kaum den nächsten Tag erwarten. Bis eines Tages ihre Begeisterung keine Grenzen mehr kannte und sie impulsiv aufsprang, in die Hände klatschte und ’Bravo, Dottoressa‘! ausrief. Ein großes Schweigen folgte diesem Ausbruch, die Schülerinnen schienen wie versteinert. Die Dottoressa lächelte und verließ schweigend den Raum. Kurz darauf wurde Elsa aufgefordert, zur Dottoressa zu kommen. 

 

Als sie herzklopfend dort erschien, erwartete sie eine mütterliche Frau, die sie mit ihren dunklen ausdrucksvollen Augen liebevoll ansah und mit ihrer schönen dunklen Stimme fragte, was sie an den Vorträgen so sehr interessiere, was sie zu diesem Ausbruch veranlasst habe. Elsa kniete wie in Andacht vor ihr nieder und konnte nur stammeln: ‚Alles, alles, Dottoressa! Alles, was Sie sagen, was Sie Neues für die Erziehung gefunden haben, alles ist so wahr, so wundervoll, meine eigenen Ideen bestätigend – ich musste dem Ausdruck geben‘. Da wollte sie gleich alles von Elsa wissen, wer sie wäre, woher sie komme, warum sie sich zum Kursus gemeldet hätte. In diesem Augenblick begann ein wunderbares Verhältnis zwischen hochbegabter, genialer Meisterin und sie anbetender Schülerin, das für viele Jahre ungetrübt dauern sollte. Von dieser Zeit an waren Elsa und die Entwicklung der Montessori-Methode eine und dieselbe Sache.“ (S. 22.)

Montessoris Besuch beim Einsatz im Erdbebengebiet

"... Nach bestandenem Examen bekam Elsa ihre erste Arbeit zugeteilt. Sie wurde als eine der jüngsten Schülerinnen der Dr. Montessori nach Avezzano in den Abruzzen berufen.“ (S. 23)

Man könnte diese Passagen ("zugeteilt", "berufen") gleichsam als Erweckungs- oder Bekehrungserlebnis deuten, und in der Folge tut Elsa alles, um ihrer „Meisterin“ – so schreibt sie wörtlich – zu gefallen. Die nächsten persönlichen Begegnungen mit Montessori verlaufen im herzlichsten gegenseitigen Einvernehmen. Nett liest sich z.B. der Bericht über Montessoris Besuch in Avezzano:

„Eines Tages hatten Elsa und ihre Freundin Olivera eine große Freude. Dottoressa sagte sich plötzlich zum Besuch an. Aber nun, was tun? Kein Hotel am Ort, kein Zimmer, das man hätte mieten können zur Übernachtung. Ihre eigenen Unterkünfte schienen ihnen nicht würdig genug für die Dottoressa. So entschlossen sie sich, eines ihrer Betten im Studio im Hause der Kinder aufschlagen zu lassen. Jedoch es gab im Haus kein fließendes Wasser. So stellten sie zwei kleine Waschbecken der Kinder mit zwei vollen Krügen Wasser der gleichen Größe zur Verfügung. 

 

Als am nächsten Morgen Dottoressa zum Frühstück erschien, lachte sie herzlich und sagte, dass sie heute eine große Entdeckung gemacht habe. Es sei wirklich sehr unbequem für sie gewesen, sich in jenen kleinen Kinderwaschbecken waschen zu müssen. Und so entstand die Tatsache, dass bald überall in Häusern, in denen Kinder lebten, nach deren kleineren Maßen Geräte und Einrichtung dem Kind entsprechend angefertigt wurden, da das Leben der Kinder sich in ganz anderen Dimensionen vollzog als das Leben der Erwachsenen. Elsa hatte klar und deutlich durch die Dottoressa ihre eigenen Ideen bestätigt bekommen. Sie war sehr glücklich darüber. Dottoressa war entzückt von den Kinderhäusern und Gebäuden und der inneren Ausstattung und sprach sich zufrieden über die Arbeit der Erzieherinnen aus. Wie immer und überall zog sie die Menschen an, Groß und Klein, ohne Ausnahme. Ihr außerordentlich liebenswürdiges Wesen und die Fähigkeit, den anderen Menschen so gelten zu lassen, wie er ist, war wie eine neue Offenbarung. Es waren zwei herrliche Tage für Elsa und ihre Freundin Olivera, und sie zehrten noch lange Zeit davon.“ (S. 24)

Zwischen den Fronten

Nach einem Jahr in Meiningen bei Weimar im Haus von Ida Hohenemser, der Übersetzerin der Erstversion von „Schule des Kindes“ und Verwandte der Gräfin Maria Maraini, einer Montessori-Unterstützerin, kam Elsa Ende 1918 nach Berlin, wo sie 1919 mit Elisabeth Schwarz aus dem Baltikum ein Montessori-Kinderhaus in Berlin-Lankwitz aufbaute. Auf ihre Initiative erfolgte eine Einladung an Montessori zu einem Kongress der entschiedenen Schulreformer nach Mainz im Jahr 1922,[1] wo Elsa auch Montessoris Vortrag übersetzen musste. Auch bei anderen Gelegenheiten wird sie von Montessori als eine Art persönliche Referentin verpflichtet. Bis sie Anfang des Jahres 1927 von der unbedingten Gehorsam fordernden Dottoressa von einem auf den anderen Tag für immer verstoßen wird.

Der Konflikt bahnte sich an, weil Clara Grunwald, Vorsitzende der Deutschen Montessori-Gesellschaft (DMG), den Berliner Ausbildungskurs mit Beiträgen von externen psychologischen und medizinischen Experten „anreichern“ wollte.

 

Elsa hatte kein gutes Gefühl dabei:

„Elsas begründete Einwände halfen nichts. Clara Grunwald war wie trunken von ihrer neugewonnenen ‚Berühmtheit‘, die sie glaubte, überall gewonnen zu haben.“ (S. 31)

Und Montessori war darüber bekanntlich so verstimmt, dass sie die Zusammenarbeit mit Grunwald und der DMG beendete. Die Zusammenarbeit war ohnehin wegen des öffentlichen sozialistischen Engagements von Grunwald unter Druck geraten – denn Montessori wollte ihre Pädagogik politisch neutral verortet sehen. Im Zuge des Zerwürfnisses Montessori-Grunwald geriet Elsa Ochs zwischen die Fronten – denn Montessori verlangte von ihr die sofortige Trennung von Clara Grunwald – was auch den Auszug von Elsa aus der gemeinsamen Wohnung mit Grunwald von einem Tag auf den anderen bedeuten sollte.

Verstoßen

Elsas Bericht über diese lebensgeschichtlich-traumatisierende Episode erstreckt sich über mehrere Seiten und deutet auf den Bruch einer für sie wirklich existentiellen Bindung hin. Der Leser kann das anschaulich nachvollziehen: Elsa schlief während des monatelangen Ausbildungskurses in Berlin im Nebenraum von Maria Montessoris Schlafzimmer, weil die sie immer verfügbar haben wollte. Elsa litt enorm, weil sie auch Clara Grunwald, mit der sie sogar zusammen in der gleichen Wohnung wohnte, in jahrelanger Freundschaft und Zusammenarbeit verbunden war. Sie konnte nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, nahm 20 Pfund an Gewicht ab. Schließlich wird sie zur Erholung aufs Land geschickt. Ausgerechnet zu Grunwalds Adoptivtochter, wo Montessori ihr sogar einen Besuch abstattet. Nach der Rückkehr nach Berlin bekommt sie ihre vorherige Position im Kurs als Dozentin für die „Technik der Methode“ nicht mehr, soll aber weiterhin der Dottoressa für alles zur Verfügung stehen. Und diese fordert ultimativ die sofortige Trennung von Clara. Elsa will sich zwar trennen, aber schafft es nicht, noch am selben Tag auszuziehen – worauf Montessori sie verstößt:

 

„Und so wurde Elsa mit ihrem weichen Wesen zwischen den beiden willensstarken Charakteren völlig zerrieben. So kam es, dass sie schließlich dem Wunsch der Dottoressa nachgab und sich von Clara Grunwald trennen wollte, sofort wie die Dottoressa es verlangte. Sehr schweren Herzens, denn jeder beanspruchte sie ganz für sich, weinend legte sie den Weg nach Hause zu Fuß zurück, sie war nicht mehr im Stande, den erneuten Kampf mit Clara Grunwald aufzunehmen und unfähig, ihren Auszug noch am gleichen Tage auszuführen. Als Dottoressa sah, dass Elsa ihrem Wunsch, sich noch am gleichen Abend von Clara Grunwald zu trennen und zu ihr zurückzukehren, nicht gefolgt war, nahm sie dies als Zeichen der Untreue und Verrates an. Von diesem Augenblick an wollte die Dottoressa nichts mehr von Elsa wissen. Alle Versuche Elsas und mancher befreundeter Menschen konnten Dottoressa nicht zur Einsicht bewegen, alles war umsonst. Dottoressa strich Elsa aus ihrem Leben, unwiderruflich. (S. 33)

"Elsa versuchte auch in späteren Jahren, als sie sich endlich von Clara Grunwald getrennt hatte, der Dottoressa von ihrer weiteren Arbeit in der Methode zu unterrichten. Alle Mitteilungen blieben ohne Antwort.“ (S. 33)

Zum Internationalen Montessori-Kongress 1929 in Kopenhagen fährt Elsa schon mit ihrer neuen Freundin Hertha – darf aber an Montessoris Vorträgen nicht teilnehmen,

„sie war für immer ausgeschlossen, ja fast verstoßen für immer.“ (S. 33)

Neubewertungen

Wir halten hier inne mit der Rekapitulation der vielen spannenden Facetten dieses prall gefüllten Erinnerungsdokuments aus einer hoch problematischen Zeit. Es bietet Stoff für so manche Neubewertung – auch z.B. zur Rolle des Vorsitzenden des Vereins Montessori-Pädagogik Deutschland (VMPD), des Berliner Patentanwalts Dr. Herbert Axster. Er stand zuletzt im Ruf, mindestens ein Opportunist, wenn nicht ein NS-Sympathisant zu sein. – In Elsas Lebensbericht taucht er als derjenige auf, der der inhaftierten Anni Leiser „einen Nazi-Anwalt“ besorgt, um sie aus dem Gefängnis freizubekommen, und später einen Auslandspass, mit dem sie als sozialistische Jüdin ihr Leben retten kann.

 

Auch wird deutlich, dass Elsa Ochs Rolle im Schatten von Clara Grunwald bislang wesentlich unterschätzt worden ist. Obwohl Grunwald immer als Nestorin tituliert wird, kam sie erst später zur Montessori-Pädagogik. Während Elsa Ochs schon 1914 ihren ersten Montessori-Ausbildungskurs absolvierte, Montessori dabei näher kennenlernte und danach etliche Jahre praktische Erfahrungen in der Montessori-Praxis sammelte, in London 1921 und in Mainz 1922 sogar gleichsam als Montessoris Privatsekretärin agierte, nahm Grunwald erstmals 1921 an einem Kurs teil und wurde nie enger mit Montessori vertraut. Vielleicht war Grunwald die selbstbewusstere und resolutere Erscheinung, vielleicht auch intellektuell anspruchsvoller als Elsa.

Elsa M. Oaks Bericht über ihre märchenhafte Frauen-WG im global mobilen „Dreimäderlhaus“ zeigt jedenfalls einmal mehr, dass es vielfältige Praxisgestalten der Montessori-Pädagogik schon immer gegeben hat. Und dass wir noch längst nicht alle kennen.

Anmerkungen

In Elsas Text ist vom Jahr 1920 die Rede, als sie Montessori nach Berlin einlädt, aber es ist davon auszugehen, dass sie sich in ihren 50 Jahre später geschriebenen Erinnerungen hier um zwei Jahre vertut (richtig ist 1922) – wie überhaupt manches Datum ungenau sein dürfte. Auch das Datum der Eröffnung des Kinderhauses in Steglitz hat Elsa von 1932 auf 1931 vorverlegt – wir haben es oben stillschweigend korrigiert.

Ebenso angepasst wurde in den Originalzitaten die Schreibweise „ss“ statt „ß“ – offenbar stand auf der Tastatur, mit der der Text geschrieben wurde, kein „ß“ zur Verfügung.

 

Die Familiennamen von Hertha Schulz und Anni Leiser werden in Elsas Text nicht genannt – wir konnten sie aber aus anderen Archivmaterialien erschließen. Geburts- und Sterbedaten von Elsa Ochs, bzw. Elsa M. Oaks, und ihren Freundinnen konnten wir bisher nicht rekonstruieren.

Das Foto von Elsa Ochs veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung des AMI Archivs in Amsterdam.

Wie geht es weiter?

Die nächsten Blitzlichter sind in Vorbereitung und erscheinen in etwa monatlichen Abständen.

Unter anderem werden wir die enge Freundschaft zwischen Mario Montessori und Herbert Axster inkl. ihrer Familien beleuchten, die das geschäftliche Rückgrat sowohl der AMI als auch der Zusammenarbeit zwischen VMPD und AMI damals darstellte.

Die Sinnfälligkeit unseres Projektmottos bestätigt sich: „Wir wollen die Vergangenheit kennen, um für die Zukunft zu lernen.“ Es zeigt sich, wie der Streit um Pädagogik und Macht der gesamten deutschen Montessori-Bewegung nach innen und außen bedeutend schadete und die Montessoris vor gravierende Dilemmata stellte.

Bereits bekannt ist, dass nach der Machtergreifung, mit dem Berufsverbot von Juden und politischen Abweichlern ab April 1933, viele Montessori-Einrichtungen schließen mussten. Die Projektergebnisse machen deutlicher, vor welchem Dilemma die deutsche Montessori-Bewegung stand, noch zu retten, was gerettet werden konnte.

Finanzierung des Forschungsprojekts

Das Forschungsprojekt „Montessori-Pädagogik im Kontext des deutschen Nationalsozialismus“ wurde mit der Maßgabe aufgesetzt, vollständig aus Drittmitteln finanziert zu werden, also das Budget des Bundesverbands nicht zu belasten. Auch wenn das Projekt durch die großzügige Zuwendung einer Stiftung finanziell unterstützt wird, bleibt eine zu schließende Lücke von ca. 30.000 €, für die wir interessierte Personen oder Organisationen um Spenden bitten, um das Projekt finanziell endgültig absichern zu können. Mehr Infos gibt es hier.

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