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Hattie 2.0 trifft Montessori: Rückblick auf ein Symposium, das Maßstäbe setzt

Am 27. Februar 2026 versammelten sich Pädagog:innen, Schulleitungen und Trägervertretungen aus ganz Deutschland im Pädagogischen Zentrum Ingolstadt – zu einem Symposium, das mehr war als eine Fachtagung.

"Hilf mir, es selbst zu tun!" – Maria Montessoris Leitsatz ist zeitlos. Aber wie hält er stand, wenn man ihn mit den Erkenntnissen der modernen Bildungsforschung konfrontiert? Genau diese Frage stellte das Symposium „Hattie 2.0 trifft Montessori-Pädagogik", das der Montessori Landesverband Bayern gemeinsam mit dem Montessori Bundesverband ausgerichtet hat.

Prof. Dr. Klaus Zierer, Schulpädagoge und Ordinarius an der Universität Augsburg, machte in seinem Vortrag deutlich: Montessori und Hattie widersprechen sich nicht – sie brauchen einander. Wo Hattie empirisch zeigt, dass die Lehrperson der entscheidende Faktor im Bildungsprozess ist, formuliert Montessori die Haltung, die das erst möglich macht. Zurückhaltung ist keine Tugend an sich – sie wird es erst, wenn sie von Beziehung, Beobachtung und gezieltem Feedback begleitet wird.

In vier Praxis-Labs am Nachmittag wurde das lebendig: Die Teilnehmenden diskutierten, reflektierten und entwickelten konkrete Ansätze für ihren Alltag – zu Feedbackkultur, Lernzielen, Beobachtung und pädagogischer Selbstwirksamkeit.

27022026 Ingolstadt Symposium

Was das Symposium uns mitgibt, ist mehr als Inspiration. Es ist ein Auftrag.

Montessori-Pädagogik hat diesen Anspruch immer schon in sich getragen: nicht Methode um der Methode willen, sondern konsequente Orientierung am Kind – und das bedeutet heute: evaluieren, reflektieren, Haltungen und Kompetenzen stetig weiterentwickeln.

"Das Wichtigste für zeitgemäße Pädagogik ist, zu evaluieren.Das heißt, das eigene Wirken und Tun zu hinterfragen, Daten zu sammeln, um zu reflektieren und darauf aufbauend dann entscheidende Schritte für die Zukunft der Kinder gehen zu können", so Prof. Dr. Zierer im Interview mit dem Montessori Landesverband Bayern

Dieser Anspruch ist auch der Kern des Qualitätsrahmens von Montessori Deutschland. Er gibt Einrichtungen Orientierung, wie Montessori-Pädagogik nicht nur gelebt, sondern auch gemessen, weiterentwickelt und gesichert werden kann – im Sinne der Kinder, der Teams und der Träger.

 

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung des Symposiums.

Mehr zum Qualitätsrahmen von Montessori Deutschland

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