Montessori auf der didacta 2026: Ein Rückblick
Mentale Gesundheit in der Schule – Montessori bringt sich ein
Mentale Gesundheit ist keine Nebenbedingung von Bildung – sie ist eine ihrer Voraussetzungen. Es braucht Räume, Strukturen und pädagogische Grundlagen, die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen fördern. Schule muss grundlegend am Kind orientiert und zutiefst human gedacht werden.
Genau mit dieser Haltung war der Montessori Bundesverband Deutschland e.V. auf der diesjährigen didacta in Köln präsent.
Auf der Bühne: ein Panel, das Haltung zeigt
Am 11. März 2026 diskutierte Elizabeth von Sobiesky (Vorstand Montessori Bundesverband) im Rahmen des Forum didacta aktuell gemeinsam mit Amy Kirchhoff (Generalsekretärin Bundesschülerkonferenz), Lena Kirchner (Schulpsychologin, Goethe-Gymnasium Regensburg) und Bernhard Rothauscher (Schulleiter, Goethe-Gymnasium Regensburg), moderiert von Caro Aschemeier (Didacta Verband / Deutschfuchs).
Das Thema: „Mentale Gesundheit in der Schule – Kinder stärken und gemeinsam Verantwortung übernehmen."
Im Workshop: Kosmische Erziehung – aktueller denn je
Am selben Tag zeigten Dr. Judith Neff und Julia Lütz von der Deutschen Montessori-Vereinigung e.V. auf der Workshop-Fläche für Schulische Bildung, warum die Kosmische Erziehung heute so relevant ist wie nie: In Zeiten von Klimakrise, globaler Unsicherheit und gesellschaftlichem Wandel brauchen Kinder einen Bildungsansatz, der die Welt als Ganzes begreift und ihnen einen Platz darin zeigt.
Unser Beitrag zum Positionspapier des Didacta Verbands
Über den Auftritt auf der Bühne hinaus hat Elizabeth von Sobiesky aktiv an der Erarbeitung des Positionspapiers „Mentale Gesundheit als Bildungsaufgabe systematisch verankern" des Didacta Verbands mitgewirkt.
Das Papier benennt sechs Handlungsfelder, in denen systemische Veränderung jetzt notwendig ist: von Gesundheitskompetenz und Future Skills über Beziehungsarbeit und Lernraumgestaltung bis hin zu multiprofessionellen Teams und Mental Health im digitalen Raum. Es richtet sich an Bildungspolitik, Schulträger, pädagogisches Personal und Eltern gleichermaßen und macht deutlich, dass diese Aufgabe keine Institution allein tragen kann.
Montessori-Pädagogik findet sich in diesem Papier nicht nur als Referenz – sie ist gelebte Antwort auf viele der darin formulierten Forderungen. Vorbereitete Umgebung, Beziehungsarbeit als professioneller Kern, echte Partizipation, altersgemischtes Lernen. Dies sind keine Konzepte von morgen, sondern seit vielen Jahren Montessori-pädagogischer Alltag.
Hier können Sie das Positionspapier des Didacta Verbands noch einmal lesen.
Was bleibt
Die didacta 2026 hat gezeigt: Das Thema mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist in der Bildungsdebatte angekommen, und Montessori Deutschland ist Teil davon. Wir werden dieses Engagement fortsetzen in Gremien, auf Podien und in der täglichen Arbeit für eine Bildung, die Kinder wirklich stärkt.